Ein Tag im Leben eines römischen Patriziers
Als Gaius Mauricius Tiro erwachte, zog ein kalter Winterwind durch das glaslose Fenster seines Schlafzimmers. "Dämlicher Nichtsnutz von einem Sklaven", brummelte er. "Hat wieder vergessen, die Läden zu schließen, und ich erstarre hier zu Eis. Ich werde ihn in eine der Sklavenabteilungen für Gartenarbeit stecken, dann kann er selbst frieren." Missmutig schob er sein operimentum, die teppichartige Zudecke, zurück, schwang sich von seiner Liege und schlüpfte in seine roten Schuhe mit den halbmondförmigen Schnallen an den Seiten. "Dama, Carpe, kommt rein", rief er ungeduldig. [...]