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Olaf Fritsche: DER GEHEIME TUNNEL. Jagd auf den Schatz von Troja |
Es ist Sommer, gnadenlos brennt die Sonne vom Himmel hinunter. Albert, Lilly und Magnus beginnen sich in der brütenden Hitze zu langweilen – das Leben in den Ferien kann doch nicht nur aus Kirschkernweitspucken bestehen. Die neue Idee heißt: Schatzsuchen im Garten der alten Villa. Von Alberts Vater, einem leidenschaftlichen Erfinder ist, leihen sie sich ein Metallsuchgerät aus, das – anders als der kalttoastende Toaster, der halbautomatische Schmetterlingsanlocker oder die Herbstlaubzählmaschine – zu seinen sinnvolleren Einfällen zählt.
Trotz erstklassigem Metalldetektor fördern sie im Garten nur altes Gerümpel wie verbogene Scheren und verrostete Löffel zutage. «Was habt ihr erwartet?», fragt Alberts Vater verwundert. «Das ist doch nur ein alter Garten, keine archäologische Ausgrabungsstätte. Den Schatz von Troja werdet ihr da natürlich nicht finden. Einer der berühmtesten Schätze aller Zeiten. Gold bis zum Abwinken …»
Der Schatz von Troja, das ist das Stichwort – die drei Freunde sind wie elektrisiert. Rasch suchen sie sich im Internet die wichtigsten Informationen zusammen. Troja liegt an der türkischen Mittelmeerküste – aha. Heinrich Schliemann war der berühmte Archäologe, der die Überreste des alten Troja ausgegraben hat – interessant. «Wenn dieser Schliemann nicht verraten will, wo er den Schatz gefunden hat, dann fahren wir eben ins alte Troja und sehen zu, wie König Priamos ihn versteckt.»
So weit der schlaue Plan. Spannend wird es, als Magnus und Lilly endlich in den Zeittunnel steigen, um in die Vergangenheit aufzubrechen, genau dorthin, wo seit vielen Jahren ein blutiger Krieg zwischen Trojanern und Griechen tobt. (Wer genau wissen will, was die Belagerung von Troja mit einem Zickenkrieg in der antiken Götterwelt zu tun hat, wird an diesem 2. Band der GEHEIME-TUNNEL-Reihe seine helle Freude haben!)
"Der blaue Kristall war der Schalter für den Tunnel. Mit ihm wurden die Reisen in die Vergangenheit gestartet und beendet. Steckte er an seinem Ruheplatz im Gestein, war der Tunnel von vorne bis hinten in der Gegenwart. Nahm man ihn jedoch heraus und drückte ihn mit der Spitze auf die Weltkarte, so dehnte der Tunnel sich in der Zeit zurück und gleichzeitig auf die Gegend zu, wo der blaue Edelstein die Karte berührte."
Und das Abenteuer beginnt … Als Lilly und Magnus aus dem Tunnel herausklettern, sind sie 3187 Jahre zurück gereist. Das Licht ist ungewöhnlich hell, die Luft riecht salzig. Plötzlich ist ein metallisches Funkeln in der Luft: Soldaten! Ohne den Schafhirten Costa hätte der Ausflug in die Vergangenheit böse enden können. Er versteckt die Kinder und bietet ihnen auch an, sie in die von griechischen Heeren belagerte Stadt Troja zu bringen. Dafür lernt Costa auch eine Menge von den beiden Jetztlingen: zum Beispiel was es mit dem merkwürdigen Spiel Fußball auf sich hat (Costa ist begeistert!) – und er erfährt von der erbosten Lilly, dass Mädchen sich keineswegs von Jungs den Mund verbieten lassen müssen: «Nun hör endlich auf, mir Vorschriften zu machen! Sonst erlebst du ein Donnerwetter, gegen das der Trojanische Krieg nicht mehr als ein schlappes Babyrasseln ist!»
Albert, der seit seinem schweren Unfall im Rollstuhl sitzt, bekommt all das nicht direkt mit. Aber durch seine zahme Dohle Merlin, die mit Botschaften im Zeittunnel hin und her fliegt, steuert er von außen die ganze Aktion. Von ihm kommt der Tipp, dem Magnus und Lilly vielleicht ihr Leben verdanken: dass dank einer gewaltigen Kriegslist die Stadt Troja kurz vor ihrer Zerstörung durch die griechischen Feinde steht. (Es geht um das berühmte Trojanische Pferd: schon mal gehört?) Im allerletzten Moment retten sich die beiden Freunde durch den Zeittunnel zurück in die Jetztzeit …
Aber glaubt nur nicht, damit wäre das Abenteuer zu Ende – eigentlich fängt es jetzt erst richtig an. Denn vor lauter Krieg um Troja sind sie nicht dazu gekommen, nach dem legendären Schatz des Priamos zu suchen. Also beschließen sie, Heinrich Schliemann bei seiner Arbeit zuzuschauen und womöglich den Schatz vor ihm zu finden. Dafür müssen sie „nur“ gut 130 Jahre zurück, bis in den Mai 1873. Den Schatz finden sie tatsächlich: goldene Ringe, Becker, Diademe, Messer, Lanzenspitzen, Stirnreife, Armbänder, kostbare Perlenschnüre und vieles andere, insgesamt fast 9000 Stücke. Was den mutigen Schatzsuchern dann zustößt, ist verblüffend und irgendwie auch ziemlich dubios …
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Ein neues Abenteuer wartet hinter dem geheimen Tunnel auf die drei Freunde Albert, Lilly und Magnus: Diesmal wollen sie den berühmten Trojanischen...
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